Die Gemeinde Villach liegt am westlichen Rand des Klagenfurter Beckens am
Zusammenfluss der Drau mit der Gail. Das Gemeindegebiet von Villach grenzt an bzw. umschließt mehrere Seen, darunter Ossiacher See, Faaker See,
Silbersee, Vassacher See, Magdalensee und St. Leonharder See.
Montag - 08:00 bis 16:00 Uhr
Dienstag - 08:00 bis 16:00 Uhr
Mittwoch - 08:00 bis 16:00 Uhr
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Bürgermeistersprechstunden:
Donnerstag - 10:00 bis 12:00 Uhr
- (nach Vereinbarung)
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Bürgermeister: Helmut Manzenreiter (SPÖ)
1. Vizebürgermeister: Richard Pfeiler (SPÖ)
2. Vizebürgermeister: Wally Rettl (FPK)
Geschichte
Die ältesten Funde von menschlichen Spuren im Raum Villach stammen aus der späten Jungsteinzeit.
Vielfältige Funde stammen aus der Römerzeit (ab 15 v. Chr.), in der hier ein Ort namens Santicum bestand.
Er wird meist nahe den Thermalquellen von Warmbad im Süden lokalisiert. Eine zeitweilig gleichfalls bei
Villach vermutete römische Zollstation Bilachinium lag dagegen tatsächlich im Kanaltal/Val Canale bei Camporosso/Saifnitz.
Um 600 wanderten slawische Stämme ein und gründeten das slawische Fürstentum Karantanien.
Um 740 wandte sich Borouth, Herzog von Karantanien, an Herzog Odilo von Bayern um Hilfe gegen die Awaren.
Diese wurde auch gewährt, allerdings gegen Anerkennung der bayerischen bzw. fränkischen Oberhoheit.
Der Karolinger König Karlmann schenkte 878 dem bayerischen Kloster Öttingen den Königshof Treffen.
Dabei wurde die Villacher Brücke und der gleichfalls aus vorrömischer Zeit stammende Name Villach erstmals urkundlich erwähnt.
979 wurde der Königshof Villach vom Kaiser Otto II. an Bischof Albuin von Säben/Brixen als Lehen vergeben.
Von 1007 bis 1759 war Villach im Besitz des Bistums Bamberg. 1060 erhielt Villach das Marktrecht, in der
folgenden Zeit ist die Marktsiedlung zur voll entwickelten Stadt herangewachsen; als solche ist Villach mindestens
seit 1240 urkundlich erwiesen. Bei Erdbeben am 25. Jänner 1348 und am 4. Dezember 1690 erlitt die Stadt schwere Schäden.
Nachdem um 1526 die Reformation Einzug gehalten hatte, wurde Villach zum Kärntner Zentrum des Protestantismus.
Während der Gegenreformation um 1600 sind viele evangelische Villacher ausgewandert, was zum zeitweiligen wirtschaftlichen
Niedergang der Stadt beitrug.
1759 wurde Villach von Kaiserin Maria Theresia zusammen mit allen anderen bambergischen Besitzungen in Kärnten für Österreich gekauft.
Die mit dem Fürstbistum Bamberg vereinbarte Kaufsumme hat 1 Million Gulden betragen. Entgegen einer verbreiteten Irrmeinung ist die
Veranlagung und Zahlung des Kaufpreises genau erfolgt. Im Zuge der theresianischen Reformen wurde Villach neben Klagenfurt und
Völkermarkt zum Sitz einer Kreishauptmannschaft.
Während der napoleonischen Zeit (1809 bis 1813) war Villach Kreisstadt innerhalb der französischen Illyrischen Provinzen.
Die Stadt wurde 1813 von Österreich zurückerobert.
Während des Ersten Weltkrieges war Villach als Frontstadt zu Italien von 1915 bis 1917 der Sitz des Kommandos der 10. Armee.
Am 1. Jänner 1932 wurde Villach zur autonomen Stadt mit eigenem Statut. Gleichzeitig übernahm Villach die Aufgaben der Bezirksverwaltung.
Im Zweiten Weltkrieg wurden von den Alliierten 37 Luftangriffe gegen Villach durchgeführt. Durch den Abwurf von ca. 42.500 Bomben wurden 85 %
der gesamten Gebäude der Stadt beschädigt. Villach zählte nach Wiener Neustadt zu den meist beschädigten Städten Österreichs.
Villach war Alpenstadt des Jahres 1997.
Eingemeindungen
Im Jahr 1905 wurde ein Teil des Gemeindegebiets von St. Martin eingemeindet. 1973 vergrößerte sich das Stadtgebiet durch die Eingemeindung
von Landskron, Maria Gail und Fellach aufs Neue und hat damit die derzeitige Größe erreicht.